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auf der Internetseite der Nationalparkgemeinde Rinzenberg.

Rinzenberg ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Birkenfeld im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Der Ort liegt etwa 550 Meter über dem Meeresspiegel 5 km nordwestlich der Kreisstadt Birkenfeld am südlichen Rand des Nationalparks Hunsrück-Hochwald im Naturpark Saar-Hunsrück in der Nähe des Erbeskopfs, dem höchsten Berg in Rheinland-Pfalz. Die Nationalpark-Traumschleife Trauntal-Höhenweg und verschiedene Wanderrouten erschließen die nähere Umgebung.

Der 668 Meter hohe Rinzenberger Hausberg „Wehlenstein“ liegt ebenso wie das „Graue Kreuz“ und der „Gute Bure“ auf der Gemarkung Rinzenberg, in der Mitte des Nationalparks.

Rinzenberg kommt wahrscheinlich als „Ritzeberg“ erstmalig 1269 in einer Urkunde vor und gehört danach zu den Orten, die durch Rückkauf aus dem Lehen Wilhelms von Schwarzenberg an die Grafen von Sponheim zurückfielen.

Seine Blütezeit erlebte Rinzenberg im 16. Jahrhundert, als die Gemeinde vom Kurbetrieb am Hambacher Sauerbrunnen profitierte. Der Wohlstand schlug sich in stattlichen Steinbauten nieder. In den unruhigen Kriegszeiten des 17. Jahrhunderts kam der Fremdenverkehr zum Erliegen und der Stern des Dorfes verblasste. Nach der Niederlage der deutschen Wehrmacht und dem Zusammenbruch des „Dritten Reiches“ im Jahre 1945 musste auch Rinzenberg die Kriegsfolgen mittragen. Ein Heer von französischen Waldarbeitern fiel in den Hochwald ein, errichteten Sägewerke und ganze Walddistrikte wurden kahlgeschlagen. Was in den industriellen Ballungsräumen die Demontage brauchbarer Fabrikanlagen war, bedeutete für den waldreichen Hunsrück der viele Jahre dauernde Holzeinschlag. Nach genauen Plänen wurde der brauchbare und hochwertige Holzbestand niedergelegt, zersägt und nach Frankreich zum Wiederaufbau gebracht. Von den Einheimischen wurde dies jedoch als rigorose Maßnahme betrachtet. Die sanft geschwungene Waldsilhouette des Hochwalds sah man damals zerkluftet und gezackt gegen den Himmel ragen.

Über 300 Einwohner zählt heute die Bevölkerung des Dorfes, die früher ihr Auskommen aus der Land- und Forstwirtschaft bezog. Beide Zweige dieses Broterwerbes sind mechanisiert und somit rückläufig. Heute finden die arbeitsfähigen Einwohner ihren Lebensunterhalt in der Umgebung, insbesondere in der nur fünf Kilometer entfernten Kreisstadt Birkenfeld. Somit veränderte sich auch der bisher bäuerlich strukturierte Ort, zu einer Gemeinde mit hochgeschätzter Wohnqualität. Dies wird deutlich durch die vielen Zuzügler, denen die klimatisch zwar raue, aber gesunde Hochwaldluft wert erscheint sich hier anzusiedeln.

Der Ort hat mit 1133 Hektar die siebtgrößte Gemarkung des Landkreises Birkenfeld, wovon 755 Hektar zur Nationalparkfläche gehören.

Die Rinzenberger Kinder besuchen die kommunale Kindertagesstätte in Abentheuer und die Grundschule in Brücken. In Birkenfeld befinden sich mit der Realschule Plus (mit Fachoberschule) und dem Gymnasium die weiterführenden Schulen.

Für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung zeichnen die Verbandsgemeindewerke Birkenfeld und für die Abfallentsorgung die Abfallbetriebe des Landkreises Birkenfeld verantwortlich.

Gemeinsam mit seinen Nachbargemeinden Abentheuer, Achtelsbach, Börfink, Brücken, Buhlenberg, Dambach, Ellweiler, Hoppstädten-Weiersbach und Meckenbach hat sich Rinzenberg 2016 zur Arbeitsgemeinschaft Trauntal zusammengefunden. Ziel ist es, den aus dem Herzen des Nationalparks kommenden Zufluss zur Nahe gemeinsam zu vermarkten und bekannt zu machen sowie gemeinsame Projekte in den Bereichen Naturschutz, Umweltbildung, Dorfentwicklung und Infrastruktur anzustoßen.